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LCM Top 5: Die besten Artikel zu B2B Content Marketing im Dezember

Was sind die Trends im B2B Content Marketing? Wie kann man auch mit geringen Ressourcen erfolgreich Content Marketing betreiben? Auch im Dezember haben Content-Marketing-Experten aus aller Welt hierzu wieder viele Tipps veröffentlicht. Wir haben sie für Sie gelesen und die aus unserer Sicht hilfreichsten Artikel ausgewählt. Wir hoffen, Sie finden einige Inspirationen für Ihren Alltag und wünschen Ihnen eine spannende Lektüre!

Inhalte aus dem Business-Blog richtig recyceln

Man kann es nicht oft genug wiederholen: Das Wiederverwerten von vorhandenem Content ist einfacher und wirtschaftlicher als das Produzieren neuer Inhalte. Soweit, so gut. Aber wie funktioniert das genau? Der Blogger Eric Brantner empfiehlt: „Work smart, not hard.“ und gibt in seinem Artikel 10 praktische Tipps, wie man mehr aus seinem Blog-Content herausholen kann.

10 Ways to recycle Content from your Business Blog, Eric Brantner, marketinginsidergroup.com

Content-Strategie: weg mit dem Perfektionismus!

Im Podcast erläutert Michele Linn vom Content Marketing Institute die Ergebnisse einer Studie zu den wirksamsten Content Marketing Taktiken 2017. Ihr Augenmerk liegt dabei besonders auf dem Thema Content Strategie – dem Grundstein für erfolgreiches Content Marketing. Sie warnt jedoch davor, das Thema Strategie zu hoch zu hängen. Denn gerade beim Einstieg ist die Gefahr groß, sich mit der Planung zu verzetteln.

New Research: 2017’s Most Successful Content Marketing Tactics [Podcast], Heike Young, business2community.com

Smart Selling: Kunden bei Ihrem Kauf unterstützen

„Es ist einfacher, am Anfang zu widerstehen als am Ende“ (Leonardo da Vinci). Deshalb sind Marketing und Vertrieb oft versucht, potenzielle Kunden mit viel Druck und allen möglichen Tricks zum Kaufen zu bewegen. „Smart Selling“ dagegen setzt auf die Kraft der eigenen Entscheidung und will den Kunden beim Kauf unterstützen. Brian Clark zeigt, welche Rolle Content Marketing dabei spielt.

Educate to Dominate Your Competition, Brian Clark, copyblogger.com

Studie: Bedeutung von Content in Kampagnen wächst

Die Botschaft ist offenbar angekommen: Immer mehr Marketers stellen bei ihren Kampagnen nicht das Produkt oder die Leistung in den Mittelpunkt, sondern Inhalte, die dem Konsumenten einen Nutzen bringen. Besonders, wenn es darum geht, Menschen für ein bestimmtes Thema zu sensibilisieren („Top of the Funnel“) und Leads zu generieren spielt Content einer entscheidend Rolle. Zahlen dazu trägt Ayaz Nanji in diesem Beitrag zusammen:

B2B Content-Enabled Campaigns: Top Trends, Benefits, and Goals, Ayaz Nanji, marketingprofs.com

Unterhaltung im B2B Content Marketing – macht das Sinn?

Unterhaltsame Videos spielen im Consumer-Marketing seit jeher eine große Rolle. Im B2B ist Unterhaltung dagegen immer noch ein heißes Eisen, weil in vielen Unternehmen selbstauferlegte Richtlinien einen lockeren Ton verbieten. Dabei spielen Emotionen auch im B2B eine wichtige Rolle, sagt Courtney Abud vom Video-Spezialisten Bulldog. Sie gibt in ihrem Artikel einige inspirierende Beispiele, wie Bewegtbild auch im B2B eingesetzt werden kann.

Beyond Content: Leveraging Branded Entertainment in B2B, Courtney Abud, bulldogsolutions.com

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Haben wir einen aus Ihrer Sicht unbedingt lesenswerten Artikel zu B2B Content Marketing vergessen? Dann freuen wir uns über Ihre Kommentar! Und wenn Sie spezielle Fragen rund um das Thema Content Marketing haben, nehmen Sie Kontakt auf: Wir helfen wir gerne weiter!

B2B Content Marketing - Best of November 2016

LCM Top 5: Die besten Artikel zu B2B Content Marketing im November

Was sind die Trends im B2B Content Marketing? Wie kann man auch mit geringen Ressourcen erfolgreich Content Marketing betreiben? Auch im November haben Content-Marketing-Experten aus aller Welt hierzu wieder viele Tipps veröffentlicht. Wir haben sie für Sie gelesen und die aus unserer Sicht hilfreichsten Artikel ausgewählt. Wir hoffen, Sie finden einige Inspirationen für Ihren Alltag und wünschen Ihnen eine spannende Lektüre!

Mehr Produktivität bei der die Content-Erstellung

Es gibt wohl kaum einen Content Marketer, der nicht über Zeitmangel klagt. Wie Sie es schaffen können, mehr Zeit für die Content-Erstellung freizuschaufeln und diese produktiv zu nutzen, zeigt Mark Schäfer in diesem Beitrag. Eine schöne Auflistung an wirkungsvollen, teils außergewöhnlichen Tipps!

How do I find time to create content? 25 ideas! Von Mark Schäfer auf LinkedIn

Wie Content Curation die SEO fördert

Content Curation ist eine gute Möglichkeit, sich mit relativ wenig Aufwand als Experte zu einem Thema zu positionieren. Doch viele halten sich mit der Nutzung fremder Inhalte zurück, weil sie befürchten, damit „duplicate content“ zu produzieren, der das Ranking in den Suchmaschinen verschlechtert. Das muss aber nicht sein – vorausgesetzt, Sie beachten ein paar wichtige Regeln. Dann kann Content Curation sogar positive Effekte auf die SEO haben. Was Sie dafür tun müssen und was nicht, erfahren Sie in diesem Artikel. Gute Tipps mit Substanz!

Content Curation & SEO: Do’s and Don’ts von Pawan Deshpande im Curata Blog

25 Tipps gegen langweilige B2B-Blogs

Es liegt in der Natur eines B2B-Blogs, dass er langweilig ist? Falsch! Wenn Sie wollen, dass Ihr Publikum wiederkommt, müssen Sie ihm fesselnde Inhalte bieten. Beispielsweise indem Sie auf Emotionen, Statistiken, Expertenwissen oder Meinungen setzen. Was sie sonst noch tun können, um Ihr Blog zu einer wertvollen Ressource für Ihre Leser zu machen, zeigt Neil Patel in diesem Artikel. Da findet sich garantiert auch für Ihre Redaktionsplanung die ein oder andere Anregung.

How to Spice Up Your B2B Blog if It’s Mind-Numbingly Boring, Neil Patel im Blog von Quicksprout

Content-Marketing-Strategie 2017: Welche Trends Sie kennen sollten

Das neue Jahr ist nicht mehr weit und Ihre Content-Marketing-Strategie für 2017 wahrscheinlich schon in Arbeit. Hilfreich bei der Wahl von Maßnahmen, Kanälen und Formaten ist es, die neuesten Trends im Markt zu kennen.  Wie wirksam sind Videos im B2B? Welche Rolle spielt personalisierter Content? Ryan Young hat Zahlen und Fakten zu diesen und anderen Trends im digitalen Marketing zusammengetragen und zeigt, was das für Ihr B2B Content Marketing bedeutet.

10 Digital Trends to Inspire Your 2017 B2B Content Marketing Strategy, von Ryan Young im Komarketing Blog

Was erfolgreichen Content ausmacht

Content ist dann erfolgreich, wenn er den Nerv der Zielpersonen trifft und sie zu einer Handlung bewegt. Doch damit sind nicht in erster Linie Klicks, Likes  und Shares gemeint. Viel wichtiger ist es, dass Ihr Content auch auf Ihre Business-Ziele einzahlt. Sprich: dass er Leads und Kunden generiert. Was nötig ist, um solchen Content zu erstellen, beschreibt Joshua Nite in seinem Artikel.

Why Most Content Doesn’t Get Social Shares–And How to Get Yours Seen, Joshua Nite im TopRankMarketing Blog

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Haben wir einen aus Ihrer Sicht unbedingt lesenswerten Artikel zu B2B Content Marketing vergessen? Dann freuen wir uns über Ihre Kommentar! Und wenn Sie spezielle Fragen rund um das Thema Content Marketing haben, nehmen Sie Kontakt auf: Wir helfen wir gerne weiter!

Was Blog-Leser nervt und wie Sie es besser machen: Die 4 S für gute Online-Texte

Wer im Content Marketing erfolgreich sein will, muss auf Qualität setzen. Das gilt für alle Arten von Content, besonders aber für Online-Texte. Lieblos zusammengeschusterte und inhaltsleere Artikel vergraulen jeden Leser. Wir zeigen Ihnen, was Sie beachten müssen, damit Ihre Texte wirklich gelesen werden.

Texte im Netz werden selten komplett gelesen. Das kennen Sie sicher aus eigener Erfahrung. Sie lesen die Überschrift, schauen sich Fotos und Videos an, überfliegen den Text. Nur wenn diese Schlüsselreize Sie überzeugen, steigen Sie tiefer ein. Aber selbst dann lesen Sie den Text kaum Wort für Wort, wie diese „Heatmaps“ aus Eye-Tracking-Studien zeigen. Sie scannen den Artikel eher, als dass Sie ihn lesen.

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Heatmaps aus Eyetracking-Studien von Nielsen Norman. Rote Flächen zeigen an, wohin Webnutzer am häufigsten blickten. (Quelle: nngroup.com)

Genauso geht es den Besuchern Ihres Blogs: Innerhalb von wenigen Sekunden entscheiden sich diese zwischen „weiterklicken“ und „lesen“. Nicht viel Zeit also, sie für Ihren Artikel zu gewinnen. Wenn Sie es geschafft haben, sie zum Bleiben zu bewegen, müssen Sie mit jedem Absatz Lust auf den nächsten machen. Das ist raue Blogger-Realität.

Wie Sie ungeduldige Leser locken

Um Ihre Leser in einen Text zu locken, ist eine starke Überschrift das A und O. Wenn Sie einen neuen Blogartikel erstellen, sollten Sie daher viel Zeit und Kreativität in die Formulierung der Überschrift investieren. Am besten genauso viel wie in den Text selbst. Denken Sie daran: Die Überschrift wird in jedem Fall gelesen. Sie sollte daher Ihre Botschaft klar transportieren und neugierig machen.

Einige Arten von Überschriften funktionieren dabei besonders gut, wie Jeff Bullas für seinen Blog herausgefunden hat,zum Beispiel Listen („5 Geheimnisse im …“) und How-to-Anleitungen („Wie Sie mehr…). Doch übertreiben Sie es nicht! Solche Überschriften werden inzwischen so häufig verwendet, dass die Wirkung langsam nachlässt.

Wählen Sie auch das Bildmaterial mit Spürsinn und Kreativität aus. Hier sollten Sie generische Stockmotive vermeiden und stattdessen auf relevante Bilder setzen, die den Content (be)greifbar machen.

Eine übersichtliche Struktur kommt ungeduldigen Weblesern besonders entgegen: Stellen Sie das Wichtigste an den Anfang, bieten Sie Zwischenüberschriften und Listen. So können Ihre Leser den Text schnell erfassen. Gehen Sie immer davon aus, dass Ihre Leser nur das erste Drittel Ihres Textes genauer scannen.

Wenn Sie diese drei Punkte beachten, steigt die Chance, dass sich Ihre Besucher intensiv mit Ihrem Artikel auseinandersetzen. Die erste, wichtige Hürde ist damit genommen. Doch Vorsicht: Um Ihre Leser nicht zu vergraulen, müssen Sie ihr Versprechen auch inhaltlich einlösen!

Halten Sie, was Sie versprechen

Eine starke Überschrift zu formulieren, ist sicher wichtig, um Leser in einen Artikel zu locken. Doch was bringt die Super-Schlagzeile, wenn er nach den ersten Absätzen enttäuscht weiterklickt? Zum Beispiel weil der Text die versprochenen Tipps nicht bietet oder sich als oberflächliche Werbung entpuppt. Halten Sie daher, was die Überschrift verspricht. Und bereiten Sie Ihre Texte sauber und webgerecht auf.

Was Blogleser am meisten nervt

Was so selbstverständlich klingt, ist leider nicht die Regel. GetApp hat dies kürzlich in einer Umfrage bestätigt. 500 Personen wurden danach befragt, was sie in Online-Texten und Blog-Posts am meisten stört:

GetData Umfrage: Was Blogleser nervt

GetData Studie „What annoys blog readers“ (Quelle: lab.getapp.com)

Die Ergebnisse der Umfrage sind wenig überraschend:

  • Ein Viertel der Befragten stört sich an schlecht geschriebenen Texten. Dazu zählen Tipp- und Grammatikfehler sowie verschachtelte und damit schlecht lesbare Sätze.
  • Fast ebenso viele Nutzer sind genervt, wenn Unternehmen mit Sensationsschlagzeilen auf Klickfang gehen, der Text dann aber die Erwartung nicht erfüllt.
  • Auch offensichtliche Werbung vergrault die Leser. Sie möchten nicht dazu getrieben werde, etwas zu kaufen, sondern wollen sich bewusst zum Kauf entschließen.
  • Zu geringen Informationsgehalt bzw. fehlenden Mehrwert bemängeln 15 Prozent der Webnutzer. Die Artikel sind oft voll mit Phrasen und Wiederholungen von bereits Bekanntem; konkrete und umsetzbare Tipps fehlen dagegen.
  • Die Austauschbarkeit des Textes hängt eng damit zusammen: Der Leser ist genervt, wenn Inhalte und Tipps aus anderen Artikeln nur neu verpackt wurden.

 

Bei der Umfrage von GetApp wurden zwar amerikanische Webnutzer befragt. Doch schaut man sich in Corporate Blogs hierzulande um, so kann man die Erkenntnisse sicher ohne weiteres auf deutsche Nutzer übertragen.

Die 4 S: Grundregeln für lesenswerte Online-Texte

Wenn Sie sicher gehen wollen, dass Ihre Texte gelesen werden und nicht nerven und, dass man Ihr Unternehmen als vertrauenswürdige Quelle für nützliche Inhalte wahrnimmt, dann sollten Sie die folgenden Tipps beherzigen:

S wie Sprache: Schreiben Sie verständlich und originell!

Die 4 S des Online-Textens - Grundregeln für erfolgreiche Blogartikel

Die 4 S des Online-Textens – Grundregeln für erfolgreiche Blogartikel

Verwenden Sie für Ihre Online-Texte eine einfache Sprache, die jeder versteht. Das heißt: Verzichten Sie auf Fremdwörter und Anglizismen. Hier ist gerade im B2B-Marketing feines Gespür gefragt, mit wie viel Fachjargon der Leser vertraut ist. Wer auf Nummer sicher gehen will, vermeidet Fachbegriffe am besten ganz. So geben Sie auch neuen, fachfremden Lesern eine Chance.

Für den Leser schwer verdaulich sind auch Substantivierungen. Bevorzugen Sie lieber Verben, wenn Sie die „Sicherstellung der Verständlichkeit Ihrer Ausführungen“ erreichen wollen…

Auch Floskeln und Sprichwörter sollten tabu sein. Sie sind langweilig und austauschbar. Es sei denn, Sie setzen sie mit Humor ein, indem Sie alte Vergleiche und Phrasen aufmöbeln. Wenn Sie beispielsweise „Ich kenne die Stadt wie meine Westentasche“ umformulieren in „…besser als mein Facebook-Profil“, können sich Ihre Leser damit besser identifizieren, und es weckt garantiert Aufmerksamkeit. Dieser Tipp stammt übrigens aus einem hörenswerten Podcast über „spannende Hauptteile für Blogartikel“.

S wie Substanz: Bieten Sie Mehrwert!

Wer sich die Zeit nimmt und in einen Text eintaucht, der erwartet Substanz: gut recherchierte Informationen und Tipps, die ihn weiterbringen. Wählen Sie Ihre Themen daher immer aus Sicht Ihrer Leser und gehen Sie auf ihre Bedürfnisse ein. Denken Sie daran: Ihre Leser suchen nicht nach Produkten, sondern nach Lösungen für ein Problem. Bieten Sie ihnen daher umsetzbare Tipps und Anwendungsbeispiele.

S wie Schrift: Nutzen Sie die richtige Typografie!

Viele Blogartikel sind durchaus gut recherchiert und formuliert, dennoch verliert man als Leser die Lust am Weiterlesen. Grund hierfür ist oft , eine ungeeignete Webtypografie, die die Lesbarkeit beeinträchtigt. Wählen Sie daher Schriftart, -farbe und -größe sowie Zeilenabstände und Hervorhebungen so aus, dass sie den Lesefluss fördern. Einige Grundregeln und Tipps dazu bietet beispielsweise dieser Artikel von Hubspot.

S wie Sorgfalt: Lesen Sie Korrektur!

Corporate Blogger sind meist keine ausgebildeten Journalisten oder Texter. Und niemand erwartet in Ihrem Blog einen Artikel auf Pulitzerpreis-Niveau. Doch man sollte zumindest erwarten können, dass die Texte formal einwandfrei sind. Lassen Sie sie vor Veröffentlichung unbedingt noch einmal auf Rechtschreibung und Grammatik prüfen. Sorgfalt in der Form drückt Wertschätzung gegenüber den Lesern aus!

Fazit

Gute Online-Texte zeichnen sich durch zwei Eigenschaften aus: Sie ziehen ungeduldige Leser in einen Text hinein, und zwar mit starken Überschriften, relevanten Bildern und einer übersichtlichen Struktur. Und sie schaffen es, den Leser bei der Stange zu halten. Entscheidend hierfür sind die vier „S“ für gute Online-Texte:

  • Sprache
  • Substanz
  • Schrift
  • Sorgfalt

Wenn Sie darauf achten, werden Sie damit auch die Gunst und das Vertrauen Ihrer Leser gewinnen.


 

Weitere Informationen:

Authentisch bloggen und trotzdem verkaufen

„Authentizität“ beim Bloggen wird oft gefordert, aber gerade in Firmenblogs selten erreicht, weil Marketing und Vertrieb das Blog zu einem weiteren Verkaufskanal machen wollen. Welche Rolle spielt „Authentizität“ für den Erfolg eines Blogs? Und wie schützt man das Blog als werbefreien Raum vor verkäuferischen Kräften im Unternehmen?

Corporate Blogs und Content Marketing gehören zweifellos zusammen. Wer Content Marketing betreiben will, benötigt eine Plattform, auf der er seine Inhalte veröffentlicht. Eine Art Content-Zentrale, in der alle Inhalte zusammenlaufen: Texte, Grafiken, Videos, Präsentationen. Dafür ist ein Firmenblog ideal. Auch um erste Erfahrungen zu sammeln und neue Content-Strategien zu testen, ist ein Blog perfekt geeignet.

Der Blog als „unverdächtiges“ Medium

Das Beste an einem Corporate Blog ist jedoch, dass es den Ruf des unverdächtigen Nutzenbringers genießt, während die meisten Websites vor Verkaufsphrasen und geschönter Selbstdarstellung nur so strotzen. Ein Blog bietet Ihnen die Möglichkeit, sich Ihrer Zielgruppe „unverdächtig“ zu nähern: Mit nützlichen Inhalten und einem Blick hinter die Kulissen gewinnen Sie ihr Vertrauen. Doch Vorsicht: Jeder Versuch, dieses Vertrauen zu werblichen Zwecken zu missbrauchen, wird bestraft. Denn Werbung ist genau das, was die Leser eines Blogs nicht wollen.

Authentizität statt Marketingillusion

Die Herausforderung für Sie als Blogger liegt also darin, das Vertrauen Ihrer Leser zu gewinnen, gleichzeitig aber Ihre Verkaufsziele nicht aus den Augen zu verlieren. Sie müssen Wege finden, einen greifbaren Nutzen zu bieten und sich als Experten zu positionieren, ohne vordergründig werblich zu sein. „Seien Sie authentisch“ schallt es aus der Bloggergemeinde. Und die Statistik gibt ihnen Recht: Kunden bevorzugen Unternehmen, die sie als authentisch wahrnehmen.

Wikipedia beschreibt Authentizität als „Wahrhaftigkeit des proklamierten Markennutzenversprechens“. Als „wahrhaftig“ wird das Nutzenversprechen von den Nachfragern wahrgenommen, wenn sie den Eindruck haben, dass sich die Marke nach außen hin nicht anders darstellt, als sie ist.

Doch was bedeutet Authentizität in der Marketingkommunikation? Im Kern geht es um Vertrauen und um Verstehen. Um eine Grundhaltung im Unternehmen, die Ihr Blog nach außen transportieren sollte. Doch wie bloggt man authentisch?

5 Grundregeln für authentisches Bloggen

Bloggen ist ein geradezu „intimer“ und interaktiver Weg des Publizierens, der von Ihren Lesern vielmehr als Dialog, denn als One-way-Kommunikation wahrgenommen wird. Dementsprechend sind die Erwartungen und Herausforderungen an Ihren Blog:

1. Seien Sie „Sie“ selbst

Sie werden als Blogger nicht weit kommen, wenn Sie versuchen, jemand anderes zu sein. Etwa indem Sie aus einem gewissen Erfolgsdruck heraus, erfolgreiche Blogger imitieren. Das mag als Starthilfe funktionieren. Auf Dauer sollten Sie jedoch daran arbeiten, Ihren Lesern etwas Eigenes zu bieten – Ihren eigenen Stil, Ihre speziellen Themen, für die Sie Experte sind. Nur dann wird man Sie ernst nehmen.

2. Schreiben Sie über Dinge, die Sie beschäftigen

Nichts ist so wenig inspirierend wie ein Artikel über ein Thema, das den Autor nicht wirklich interessiert. Desinteresse spiegelt sich unmittelbar im Schreibstil wieder und wird auch beim Leser wenig Enthusiasmus auslösen. Schreiben Sie daher grundsätzlich nur über Themen, die Sie wirklich beschäftigen. Das kann auch etwas sein, das nicht wie gewünscht funktioniert, zum Beispiel die Kritik eines Kunden. Natürlich sollten Sie dann auch die daraus gezogenen Konsequenzen schildern. Mit solchen Artikeln werden Sie als ehrliche und authentische Adresse wahrgenommen.

3. Schreiben Sie über Dinge, die Ihre Leser beschäftigen

Hören Sie genau hin, was Ihre Leser in den Kommentaren schreiben, welche Fragen Sie stellen. So bekommen Sie eine Idee davon, was sie wirklich interessiert und welche Interessen Sie teilen. Das sind genau die Themen, mit denen Sie punkten können.

4. Reagieren Sie auf Feedback

Antworten Sie besonders in der Startphase mit einer kleinen Leserschaft auf jeden Kommentar, den ein Leser auf Ihrem Blog hinterlässt. Versuchen Sie auch hier, authentisch und persönlich zu sein und verzichten Sie auf Marketingphrasen.

5. Beziehen Sie Ihre Leser ein

Ein wichtiger Ansatz, um Nähe und Vertrauen zu schaffen, liegt darin, Ihre Leser bei der inhaltlichen Gestaltung Ihrer Artikel mitwirken zu lassen. Etwa indem Sie nach Themen fragen, die Sie ihrer Ansicht nach in weiteren Artikeln behandeln sollen.

Wieviel Produkt ist erlaubt?

Unsicherheit herrscht oft darüber, wie viel Raum die eigenen Produkte und Dienstleistungen im Blog einnehmen dürfen. Firmenblogger wissen, dass der Nutzen für den Leser wichtig ist und ein Artikel keinesfalls werblich sein darf. Wer jedoch krampfhaft versucht, die eigenen Produkte rauszuhalten, wirkt nicht authentisch. Denn natürlich darf es im Firmenblog auch konkret um Produkte und Dienstleistungen gehen. Nur sollte das stets aus der Perspektive der Kunden passieren, zum Beispiel, indem Sie den Einsatz der Produkte im Rahmen einer kleinen Geschichte illustrieren. Oder durch Insider-Informationen, zum Beispiel indem Sie erklären, warum das Produktdesign so und nicht anders ist. Der Leser erwartet das auch. Schließlich befindet er sich auf Ihrer Website, in Ihrem Blog – und nicht irgendwo im Netz.

Welche Rolle spielt der eigene Schreibstil?

Neben der Themenkompetenz ist für authentische Kommunikation der Sprachstil entscheidend. Er muss glaubwürdig sein, wenn Sie von Lesern und Kunden ernst genommen werden wollen. „Glaubwürdig“ ist ein Kommunikationsstil genau dann, wenn er zum Unternehmen passt. Ein mittelständisches Traditionsunternehmen wird in der Regel anders formulieren und kommunizieren als ein Großkonzern oder ein junges Startup. Wichtig ist, dass Sie der Versuchung widerstehen, sich mit anderen Firmen zu vergleichen und deren Stil zu kopieren. Sonst setzen Sie die Glaubwürdigkeit aufs Spiel und laufen Gefahr, bestehende Kunden zu vergraulen. Wenn es Ihnen gelingt, Ihren Stil zu finden, wird Ihr Publikum Ihnen zuhören und auf das achten, was Sie schreiben – nicht auf die Art, wie Sie es tun. Denken Sie immer daran: Es geht hier nicht um perfekte Texte, sondern um authentische!

Selber schreiben oder schreiben lassen?

Unternehmen, die über ausreichendes Budget verfügen, lassen Blog-Texte nicht selten von externen Agenturen oder Textern erstellen. Die Herausforderung liegt hier darin, authentische Inhalte mit einer persönlichen Note zu entwickeln, denen es der Leser nicht auf den ersten Blick ansieht, dass sie nicht direkt aus Ihrem Unternehmen kommen. Der Auftrag an die Agentur darf also nicht lauten, saubere Texte zu schreiben, sondern die Persönlichkeit und die Identität Ihres Unternehmens zu transportieren. Das gelingt meist erst nach längerer Zusammenarbeit.

Muss bloggen gefällig sein?

Wenn es Ihnen gelingt, authentisch zu bloggen, wird ihr Firmenblog mit der Zeit immer mehr Beachtung finden. Und Sie werden früher oder später auch Kritik ernten. Nicht jeder wird mit Ihrer Meinung oder Ihrer Herangehensweise an ein Thema einverstanden sein. Freuen Sie sich darüber! Denn Kritik – egal ob konstruktiv oder nicht – zeigt immer, dass Sie sichtbar werden und etwas richtig machen. Sie ist ein Zeichen dafür, dass Sie langsam eine Stammleserschaft aufbauen, der das Blog wichtig ist und die sich mit Ihren Themen auseinandersetzt.

Nur wer sich selbst treu bleibt und sein eigenes Profil – thematisch und sprachlich – schärft, kann Kunden und Fans langfristig an sich binden.

Und was antworten Sie nun Ihren Vertriebskollegen?

Was sagen Sie Ihren Kollegen, die das Firmenblog als Verkaufskanal missbrauchen wollen? Oder Ihrem Chef, der mal wieder wissen will, wieviel neue Kunden darüber schon gewonnen wurden?

Robert Weller hat es kürzlich in einem Blog-Beitrag schön auf den Punkt gebracht:

„Manchmal geht es einfach „nur“ um den Aufbau von Beziehungen zu unserer Zielgruppe, unseren Lesern und Fans. … Wichtig ist, dass wir das Vertrauen unserer Leser gewinnen und dadurch langfristig Einfluss auf die Wahrnehmung unserer Marke nehmen können.“

Oder wie Ryan Holmes, CEO Hootsuite, es ausdrückt:

„Building a successful brand isn’t just about the ROI; it’s also about building authentic relationships with people.“

Vertrauensaufbau und Markenbildung – das ist es, woran sich ein Blog messen lassen muss. Dann wird es über kurz oder lang auch auf den Unternehmenserfolg einzahlen.

 

Dieser Beitrag wurde im Rahmen der Blogparade “Content-Marketing und Corporate Blogs 2015 #cmcb15″ veröffentlicht.


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